Was ist eine Prepaid Kreditkarte?

Prepaid Kreditkarten funktionieren auf Guthabenbasis. Dem Kunden wird also kein Kredit, sondern lediglich die Möglichkeit eingeräumt, bargeldlos zu bezahlen. Das setzt voraus, dass vorher eine Summe x auf das Kreditkartenkonto eingezahlt wird, über die anschließend frei verfügt werden kann. Die Idee basiert auf dem gleichen Prinzip, wie es im Mobilfunkbereich schon seit Jahren gang und gäbe ist.

Der Unterschied zu klassischen Kreditkarten

Wer eine Prepaid-Kreditkarte beantragt, erhält eine Plastikkarte, die sich rein optisch meist nur in einem Punkt von den klassischen Karten unterscheidet: Die Daten auf der Vorderseite – Inhaber, Kartennummer, Gültigkeit – sind eingeprägt. Daher ist es nicht möglich, in Geschäften zu bezahlen, die noch mit Ritsch-Ratsch-Geräten (Imprintern) arbeiten. Dieses System erfordert Karten, bei denen die Daten erhaben sind und sich durch Druck auf den Zahlbeleg übertragen lassen. Inzwischen gibt es allerdings auch einige Anbieter, die Prepaid-Kreditkarten mit sogenannter Hochprägung ausgeben.

So funktionieren Prepaid-Kreditkarten

Entscheidend ist aber weniger die Optik, denn die Funktionsweise. Während Debitkarten und andere Kreditkartenvarianten ihrem Namen gerecht werden, indem sie durch kurzfristige Kredite den finanziellen Spielraum des Nutzers erweitern, ist für Prepaidkarten ein Guthaben erforderlich. Der Kunde zahlt per Überweisung einen beliebigen Betrag auf das Konto seiner Kreditkarte. Sobald die Einzahlung verbucht ist, kann die Karte genutzt werden. Ist das Guthaben verbraucht, sind keine weiteren Transaktionen möglich und muss nachgeladen werden.

Was kosten Prepaid-Kreditkarten?

Die Kosten für eine solche Prepaid Kreditkarte sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. In der Regel wird ein Kaufpreis erhoben, der einmalig bezahlt werden muss. Hinzu kommen laufende Kosten, zum Beispiel die Jahresgebühr und Gebühren für Einzahlungen, Bargeldverfügungen und andere Zahlungsvorgänge. Diesbezüglich lohnt sich Kreditkartenvergleich mit Blick auf das Preisleistungs-Verhältnis.

Welchen Vorteil bieten Karten auf Guthabenbasis?

Für die Karten auf Guthabenbasis sprechen in erster Linie drei Punkte. Zum einen bieten Prepaid Kreditkarten mehr Sicherheit, weil Diebe und Betrüger maximal über das vorhandene Guthaben verfügen und darüber hinaus keinen Schaden anrichten können. Zum anderen ermöglichen die Karten auch jenen Kunden am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen, die anderenfalls keine Chance dazu hätten. Das gilt für Jugendliche, für die das Prepaidsystem ursprünglich entwickelt wurde, und Verbraucher mit negativem Schufa-Eintrag. Denn mit den Prepaidkarten können keine Schulden gemacht werden, was wiederum – Punkt drei – einer Überschuldung vorbeugt.