Was versteht man unter einer Charge Kreditkarte?

Charge Kreditkarten zeichnen sich durch hauptsächlich durch drei Eigenschaften aus:

Zinsfreies Zahlungsziel

Der Umstand, dass die Abrechnung sofort über das Girokonto erfolgt, hat für Kunden einen entscheidenden Vorteil: Sie müssen keine Sollzinsen bezahlen. Stattdessen kommen sie in den Genuss eines durchaus großzügigen und zinsfreien Zahlungsziels von bis zu vier Wochen. Diese Zeitspanne ergibt sich daraus, dass monatlich abgerechnet wird und Umsätze, die am Anfang des Monats getätigt werden, erst auf der nächsten Rechnung zu Buche schlagen.

Keine Ratenzahlung

Anders als bei Revolving Kreditkarten ist es bei der Charge-Variante allerdings nicht möglich, mit der Bank eine Ratenvereinbarung zu treffen. Der Saldo wird grundsätzlich auf einen Schlag und nicht in einzelnen Teilbeträgen vom Girokonto abgebucht. Dadurch spart man sich die Zinsen. Es sei denn, das Konto gerät durch die Kreditkartenabrechnung ins Minus. Dann müssen Dispositionszinsen bezahlt werden, die jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit der Kreditkarte stehen. Sollte das Konto hingegen nicht ausreichend gedeckt sein und eine Rücklastschrift veranlasst werden, wird es für Betroffene richtig teuer. Lässt sich absehen, dass eine solche Situation eintritt, ist man gut beraten, vorab mit der Bank zu sprechen.

Das Kreditkartenkonto

Das Kreditkartenkonto an sich kann bei der Charge-Variante nicht überzogen werden. Dafür besteht in der Regel die Möglichkeit, selbst für Guthaben zu sorgen, indem Geld auf das Kreditkartenkonto überwiesen wird. Die Umsätze werden dann erst über das Guthaben abgerechnet, ehe der Verfügungsrahmen in Anspruch genommen wird. Bei einigen Banken übernimmt das Kreditkartenkonto sogar die Aufgabe eines Tagesgeldkontos. In dem Fall wird das Guthaben verzinst. Ob es sich lohnt, größere Beträge auf das Konto einzuzahlen, steht auf einem anderen Blatt.